Hüllen des Ichs

Hüllen des Ichs, Die Sprache der Mode
© Shutterstock

 

DIE SPRACHE DER MODE

Kleidung ist viel mehr als eine Schutzhülle. Sie ist Teil und Ausdruck unserer Identität. Über sie teilen wir uns anderen mit, über sie nehmen wir andere wahr. Das bekannte Axiom von Paul Watzlawick lässt sich deshalb sehr gut auf Kleidung übertragen: «Man kann nicht nicht kommunizieren,
 denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.»

 

Kleidung kommuniziert – ob wir es nun wollen oder nicht – sie ist ein wirkungsstarkes Kommunikationsmedium. Durch sie teilen wir uns anderen mit; definieren unsere Gruppenzugehörigkeit und Herkunft, unseren Beruf, unser Alter, Geschlecht, aber auch unsere Anschauungen, Stimmungen und Interessen. Unser Gegenüber empfängt diese Botschaften und reagieren darauf. Das heisst, es existiert ein gemeinsamer Code, ein Bedeutungssystem – die Sprache der Mode.

 

Wussten Sie, dass in der Renaissance ein Reichsgesetz regelte, wer kostbare Pelze tragen durfte? Je höher der gesellschaftliche Stand, desto seltener waren die Tiere und deren Pelze. Ein Selbstbildnis von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1500 zeigt eindrucksvoll den Stolz des Malers als Gesandter im Grossen Rat der Stadt Nürnberg.

 

Sie haben Interesse am Vortrag: Nehmen Sie Kontakt mit mir auf!