ROTER FADEN

Roter Faden, Peter Glassen

 

Der rote Faden, der sich durch die Bilder dieser Website zieht, ist seit Jahrtausenden ein Zeichen für einen logischen Sinnzusammenhang, eine durchgehende Idee, die zu einem Ziel führt.

Seit jeher ist er ein Symbol der Bindung und des Schicksals. So liegt in der griechischen Mythologie der Lebensfaden des Menschen in den Händen der drei Schicksalsgöttinnen: Kloth spinnt ihn, Lachesis erhält ihn und Atropos durchschneidet ihn.

Eine ganz andere Aufgabe erfüllt der Faden der Ariadne. Indem Prinzessin Ariadne ihrem Geliebten Theseus ein rotes Fadenknäul schenkt, gelingt es ihm, seinen Weg durch das weitläufige Labyrinth zu markieren, den Minotauros darin zu töten und selbst wieder herauszufinden.

Goethe wiederum beschreibt in seinen «Wahlverwandtschaften» den Kennfaden der britischen Marine: «Sämtliche Tauwerke der königlichen Flotte sind dergestalt gesponnen, dass ein roter Faden durch das Ganze durchgeht, den man nicht herauswinden kann, ohne alles aufzulösen, und woran auch die kleinsten Stücke kenntlich sind, dass sie der Krone gehören.»

Insofern ist der rote Faden auch ein Symbol für gelungene Markenbildung, denn sie soll ein Kennzeichen sein, Orientierung geben und Bindung erzeugen.