Wertemodell

 

Werte sind abstrakte Konzepte oder Überzeugungen, die sich auf die Ziele einer einzelnen Person oder Gruppe beziehen und ihnen als Leitlinien dienen. Diese Leitlinien sind ein wesentlicher Teil der Identität und beschreiben, was von grundlegender Bedeutung für einen Menschen oder eine Gemeinschaft ist.

 

Der Psychologe Shalom H. Schwartz* untersuchte in den 1980er Jahren, ob es globale Werte gibt, die alle Menschen gemeinsam haben. Im Rahmen einer Langzeitstudie definierte er ein Modell aus 19 unterschiedlichen Werten. Diese Werte gliedern sich in vier Hauptdimensionen: «Offenheit für Wandel vs. Bewahrung des Bestehenden» sowie «Selbststärkung vs. Selbstüberwindung». Inzwischen haben umfangreiche Untersuchungen in zahlreichen Ländern die Gültigkeit dieses Modells über Kulturen hinweg bestätigt.

 

 

*) Shalom Schwartz; Klaus Boehnke (2004): Evaluating the structure of human values with confirmatory factor analysis, Journal of Research in Personality, 38/2004, pp. 230–255.